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	<title>balance4teachers &#8211; für Ihr Wohlbefinden</title>
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	<description>Fit und entspannt im Lehreralltag - Expertenwissen für das Wohlbefinden von Lehrerinnen und Lehrer</description>
	<lastBuildDate>Thu, 30 Jan 2025 09:51:18 +0000</lastBuildDate>
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	<title>balance4teachers &#8211; für Ihr Wohlbefinden</title>
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	<item>
		<title>Work-Life-Balance verbessern: 10 Tricks, um Schule und Alltag besser zu vereinen</title>
		<link>https://balance4teachers.de/allgemein/work-life-balance-verbessern-10-tricks-um-schule-und-alltag-besser-zu-vereinen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Linda Hagebölling]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 09:49:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich weiß ja nicht, wie das bei dir so aussieht, wenn du Lehrerin oder Teil einer Schulleitung bist, aber ich kenne diese Tage, die am besten 48 und nicht nur 24 Stunden haben sollten. Zwischen Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Elternabenden und der eigenen Familie (in meinem Fall mit Hund) blieb mir in der Vergangenheit oft kaum Zeit, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß ja nicht, wie das bei dir so aussieht, wenn du Lehrerin oder Teil einer Schulleitung bist, aber ich kenne diese Tage, die am besten 48 und nicht nur 24 Stunden haben sollten. Zwischen Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Elternabenden und der eigenen Familie (in meinem Fall mit Hund) blieb mir in der Vergangenheit oft kaum Zeit, mal durchzuatmen.</p>
<p>Das ist ja auch irgendwie klar, denn als Lehrkraft jonglieren wir schon so viele Aufgaben gleichzeitig, dass es manchmal schwierig wird, Beruf und Privatleben in Balance zu halten.</p>
<p>Aber genau deshalb ist eine gesunde Balance zwischen Schule und Privaten für uns Lehrer*innen so wichtig: Sie hilft uns, mit mehr Energie im Klassenzimmer zu stehen, unsere Kreativität zu bewahren – und dabei nicht uns selbst aus den Augen zu verlieren. In diesem Beitrag möchte ich dir 10 praktische Tricks vorstellen, die mir helfen aus meinem Alltag mehr für mich herauszuholen als nur das müde aufs Sofa Sinken am Abend. Los geht’s, lass uns gemeinsam daran arbeiten, ein bisschen mehr Ausgeglichenheit in unser Leben zu bringen!</p>
<ol>
<li><strong> Setze klare Grenzen zwischen Schule und Freizeit</strong></li>
</ol>
<p>Wir alle kennen es: Der Schreibtisch stapelt sich mit Korrekturen, und die To-Do-Liste scheint endlos. Doch es ist wichtig, den Schulalltag bewusst zu beenden. Entscheide dich für feste Zeiten, an denen du „Feierabend“ machst – auch wenn nicht alles perfekt erledigt ist. Schule darf nicht deinen gesamten Alltag bestimmen. Dein Privatleben ist genauso wichtig! Bei mir zum Beispiel endet das Arbeiten für die Schule spätestens um 18.00 Uhr und am Sonntag habe ich (fast) immer „frei“.</p>
<ol start="2">
<li><strong> Plane bewusste Pausen – auch im Schulalltag</strong></li>
</ol>
<p>Die Pausenaufsicht, ein schnelles Gespräch mit Kolleg*innen oder der nächste Unterricht – oft bleibt wenig Zeit für dich selbst. Versuche, dir auch in deinem vollen Alltag kleine Pausen zu gönnen, in denen du wirklich abschaltest: Eine Tasse Tee im Lehrerzimmer, ein paar tiefe Atemzüge oder einfach ein Moment der Ruhe ohne Handy. Meine erste Pause beginnt zum Beispiel schon beim morgendlichen Betreten des Schulgebäudes, denn mein erster Weg nach dem zur Schule Laufen führt zu unserem Wasserspender, um meine Flasche zu füllen und erst einmal zwei, drei große Schlucke frisches Wasser zu trinken. Ein Genuss und eine Pause ganz für mich.</p>
<ol start="3">
<li><strong> Priorisiere deine Aufgaben – Perfektionismus ist nicht alles</strong></li>
</ol>
<p>Es ist okay, wenn nicht jede Unterrichtsstunde perfekt ist. Fokussiere dich auf die Aufgaben, die wirklich wichtig sind, und lasse los, was nicht unbedingt heute erledigt werden muss. Nutze dafür zum Beispiel die bekannte 80/20-Regel: Konzentriere dich auf die 20 %, die den größten Unterschied machen, und erlaube dir, „gut genug“ zu sein. Ich weiß, das ist gar nicht so einfach, aber wenn du es schaffst, dann hast du deutlich mehr Zeit für dich.</p>
<ol start="4">
<li><strong> Entwickle eine Morgenroutine für einen entspannten Start</strong></li>
</ol>
<p>Der Tag kann hektisch beginnen, aber wie du ihn startest, macht einen großen Unterschied. Schaffe dir eine kurze Morgenroutine – ob ein ruhiges Frühstück, ein paar Minuten Achtsamkeit oder einfach das bewusste Genießen deines warmen Wassers. Diese Momente gehören nur dir und helfen, mit Energie und Gelassenheit in den Schultag zu starten. Ich für meinen Teil kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie mein Morgen ohne meine ayurvedische Routine aus Ölziehen, Zunge schaben und warmen Wasser aussehen könnte. Diese 20 Minuten am Morgen gehören nur mir. Ich habe Zeit für einen Check-In mit meinem Nervensystem, kann spüren, wie es meinem Körper und meinem Geist an diesem Tag geht und für mich priorisieren, was an diesem Tag wichtig ist, um immer wieder zurück in die Balance zu finden.</p>
<ol start="5">
<li><strong> Lerne, Nein zu sagen – für deine eigene Gesundheit</strong></li>
</ol>
<p>Du musst nicht jede Vertretungsstunde übernehmen, bei jedem Schulfest mitplanen oder für jedes Problem die Lösung finden. Es ist in Ordnung, auch mal Nein zu sagen. Deine eigene Energie ist begrenzt, und wenn du sie immer nur für andere einsetzt, bleibt nichts mehr für dich selbst, denn aus einer leeren Tasse kann man nichts mehr teilen.</p>
<ol start="6">
<li><strong>Delegiere Aufgaben – auch als Lehrkraft möglich</strong></li>
</ol>
<p>Ich weiß, dieser Tipp klingt erst einmal merkwürdig, denn wir haben als Lehrkraft – zumindest in unsren Klassenzimmern – ja gefühlt erst einmal den Hut auf und tragen die Verantwortung. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, Aufgaben zu delegieren, um einfach auch innerhalb der Stunden mal durchzuatmen. Vielleicht kannst du Schüler*innen mehr Verantwortung übertragen, sei es beim Organisieren von Projekten oder bei der Gestaltung von Unterrichtseinheiten. Auch Kolleg*innen oder Eltern können dich in bestimmten Bereichen unterstützen. Delegieren bedeutet nicht, weniger engagiert zu sein – es zeigt, dass du bewusst mit deiner Zeit, deiner kostbarsten Ressource, umgehst.</p>
<ol start="7">
<li><strong> Bewegung als Ausgleich in deinen Alltag einbauen</strong></li>
</ol>
<p>Nach einem langen Tag im Klassenzimmer hilft Bewegung, den Kopf freizubekommen und Stress abzubauen. Ob ein Spaziergang, Yoga oder ein paar Dehnübungen – finde eine Art von Bewegung, die dir Freude macht, und integriere sie bewusst in deinen Tag. Schon kleine Einheiten können Wunder bewirken. Ich für meinen Teil habe mir angewöhnt, jeden Morgen zur Schule zu gehen. Diese 20 Minuten an der frischen Luft ermöglichen es mir, noch einmal bewusst mit mir und meinem Körper in Verbindung zu gehen und ich komme schon ganz anders in der Schule an.<strong> </strong></p>
<ol start="8">
<li><strong> Digital Detox: Schule bleibt in der Schule</strong></li>
</ol>
<p>Die ständige Erreichbarkeit – per Mail oder Schul-App – kann dich überfordern. Setze dir feste Zeiten, wann du auf digitale Schulkommunikation reagierst, und lass nach Feierabend bewusst die Finger von dienstlichen Nachrichten. Deine Freizeit ist keine Verlängerung des Schultages. Schalte auch gerne dein Handy mal ganz aus und lege es am besten in ein angrenzendes Zimmer, um die von ihm ausgehende Ablenkung noch einmal zu reduzieren, ganz frei nach dem Motto: führe mich nicht in Versuchung.</p>
<ol start="9">
<li><strong> Pflege deine Beziehungen – sie sind dein Rückhalt</strong></li>
</ol>
<p>Kolleg*innen sind toll und können eine großartige Unterstützung sein, wenn der Alltag herausfordernd ist. Aber der Lebensraum Schule ist nicht alles in deinem Leben. Familie und Freund*innen sind wichtig, um Kraft zu tanken. Plane dir also regelmäßig bewusst Zeit für schöne gemeinsame Momente ein, die nichts mit Schule zu tun haben und in denen du ganz in deine liebste Gemeinschaft eintauchen kannst.</p>
<ol start="10">
<li><strong> Gönne dir Auszeiten – du hast sie dir verdient</strong></li>
</ol>
<p>Als Lehrkraft gibst du so viel von dir, dass es umso wichtiger ist, regelmäßig etwas für dich zu tun. Gönne dir bewusst kleine Auszeiten, sei es ein gemütlicher Abend ganz alleine mit dir auf dem Sofa, ein Hobby, bei dem du in den Flow eintauchst und ganz bei dir bist oder auch ein Wochenendausflug nur für dich. Diese Zeiten sind keine Verschwendung – sie sind eine Investition in deine Gesundheit und in deine große Kraftquelle, die Freude.</p>
<p><strong>Wie du die 10 Tricks wirklich in deinen Alltag integrierst</strong></p>
<p>Das klingt jetzt alles vielleicht schon wieder fast überfordernd, denn wie wir vorhin bereits festgestellt haben, ist der Schulalltag oft so vollgepackt ist, dass man sich fragt, wo man überhaupt anfangen soll und wie man noch etwas unterbekommen kann.</p>
<p>Gut, dass Veränderung nicht groß oder überwältigend sein muss – kleine Schritte sind der Schlüssel. Beginne damit, dir beispielsweise zwei oder drei der Tipps auszusuchen, die dich am meisten ansprechen. Vielleicht ist es die klare Trennung zwischen Schule und Freizeit oder das bewusste Einplanen von Pausen. Schreib dir diese Punkte auf und hänge sie gut sichtbar an deinen Schreibtisch oder den Kühlschrank, damit sie präsent bleiben oder schreibe sie dir direkt in deinen Kalender.</p>
<p><strong>Ein Coaching-Tipp, den viele (Lehrkräfte) hilfreich finden:</strong> Verknüpfe neue Gewohnheiten mit etwas, das du ohnehin schon machst. Zum Beispiel könntest du deine Pausenroutine mit deinem morgendlichen Tee oder Kaffee verbinden.</p>
<p>Stell dir vor: Statt nebenbei noch E-Mails zu checken oder hektisch deine Tasche zu packen, setzt du dich bewusst für fünf Minuten hin. Nimm die Tasse in die Hand, spüre die Wärme, und atme ein paar Mal tief durch. Schau vielleicht kurz aus dem Fenster oder genieße die Ruhe, bevor der Trubel des Schultages beginnt. Es mag wie eine Kleinigkeit wirken, aber diese fünf Minuten nur für dich können dein Stresslevel deutlich senken und dir einen ruhigen Start in den Tag ermöglichen.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Nutze das Ende der letzten Unterrichtsstunde als festen Ankerpunkt, um deinen Tag bewusst abzuschließen. Sobald die Schüler*innen den Raum verlassen, bleibst du für ein bis zwei Minuten an deinem Platz sitzen. Atme tief ein und aus, schaue noch einmal auf deinen Tag zurück und überlege, was heute gut gelaufen ist. Schreib dir, wenn nötig, kurz auf, was du morgen erledigen möchtest – und dann klappst du das Buch (oder deinen Laptop) zu und sagst dir innerlich: „Feierabend.“ So ziehst du eine klare Grenze zwischen Schule und Freizeit und kannst mit einem freien Kopf nach Hause gehen.</p>
<p>Wichtig ist: Erwarte keine Perfektion! Es geht nicht darum, sofort alles umzusetzen, sondern kleine, realistische Schritte zu gehen. Und falls es mal nicht klappt – sei freundlich zu dir selbst. Veränderung ist ein Prozess, kein Sprint. Und das Beste? Schon kleine Veränderungen können eine große Wirkung auf deine Ausgeglichenheit und Energie haben. Du verdienst es, dir diese Zeit zu nehmen!</p>
<h2>5 Takeaways für Lehrkräfte: So erreichst du eine bessere Work-Life-Balance</h2>
<ol>
<li>Setze klare Grenzen und plane bewusst Pausen: Schule ist wichtig, aber dein Privatleben auch. Definiere feste Zeiten für deinen Feierabend und gönne dir kleine Momente der Ruhe – auch mitten im Schulalltag.</li>
<li>Priorisieren statt perfektionieren: Nicht jede Stunde muss perfekt vorbereitet sein. Fokussiere dich auf das Wesentliche, delegiere Aufgaben, wo möglich, und erinnere dich daran, dass „gut genug“ oft ausreichend ist.</li>
<li>Schaffe einen Ausgleich durch Bewegung und Entspannung: Ob ein Spaziergang, Yoga oder einfach ein paar Minuten tief durchatmen – finde kleine Routinen, die deinen Kopf freimachen und Stress abbauen.</li>
<li>Pflege deine Beziehungen und sage auch mal Nein: Deine Familie, Freund*innen und Kolleg*innen sind ein Rückhalt. Plane Zeit für gemeinsame schöne Momente ein und überfordere dich nicht, indem du alles allein bewältigen willst.</li>
<li>Digital Detox und bewusste Auszeiten: Lass nach Feierabend die dienstlichen E-Mails ruhen und nimm dir regelmäßig Zeit nur für dich. Ob ein Hobby, ein Wochenendausflug oder einfach mal Nichtstun – gönne dir Erholung, um langfristig gesund und motiviert zu bleiben.</li>
</ol>
<p><strong>Einladung an dich:</strong> das sind meine Takeaways und damit eine Antizipation von dem, was für dich wichtig sein könnte. Schreibe dir gerne in ein Journal oder in dein Handy deine 5 Takeaways – deine „Beute von heute“. J</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie positive Psychologie die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern stärkt und den Unterricht bereichert</title>
		<link>https://balance4teachers.de/selbstfuersorge/wie-positive-psychologie-die-gesundheit-von-lehrerinnen-und-lehrern-staerkt-und-den-unterricht-bereichert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Linda Hagebölling]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 09:14:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte heute über ein Thema sprechen, das uns Lehrkräften oft nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, obwohl es für unser Wohlbefinden entscheidend ist: unsere eigene Gesundheit. Besonders in unserem Berufsfeld, wo wir täglich mit hohen Erwartungen, Zeitdruck und vielfältigen Anforderungen konfrontiert sind, kann die körperliche und mentale Gesundheit stark belastet werden. Stress, Erschöpfung oder das berühmte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Ich möchte heute über ein Thema sprechen, das uns Lehrkräften oft nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, obwohl es für unser Wohlbefinden entscheidend ist: unsere eigene Gesundheit. Besonders in unserem Berufsfeld, wo wir täglich mit hohen Erwartungen, Zeitdruck und vielfältigen Anforderungen konfrontiert sind, kann die körperliche und mentale Gesundheit stark belastet werden. Stress, Erschöpfung oder das berühmte „Ausbrennen“ sind bei uns keine Seltenheit – im Gegenteil, viele von uns kennen diese Phasen nur zu gut. Die Frage ist also: Was können wir tun, um unserer Gesundheit in diesem anspruchsvollen Beruf wirklich gerecht zu werden?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einer der Ansätze, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, ist die Positive Psychologie. Vielleicht hast du bereits davon gehört oder sogar schon etwas darüber gelesen – aber wusstest du auch, dass die Methoden und Techniken der positiven Psychologie nicht nur das Wohlbefinden von Lehrerinnen und Lehrern fördern, sondern auch das gesamte Schulklima und die Unterrichtsgestaltung nachhaltig positiv beeinflussen können? Ich möchte dir im Folgenden zeigen, wie diese Ansätze konkret umgesetzt werden können und welche enormen Vorteile sie für unsere Gesundheit und den Unterricht bieten.</span></p>
<p><b>Die Basis der positiven Psychologie: Ressourcenorientierung statt Defizitorientierung</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die positive Psychologie, begründet von Martin Seligman, stellt eine Art „Wende“ in der psychologischen Forschung dar: Statt sich vor allem auf Probleme, Defizite und die Heilung psychischer Erkrankungen zu fokussieren, richtet sie den Blick gezielt auf die Stärkung positiver Aspekte wie Resilienz, Freude, Dankbarkeit, Mitgefühl und das Erleben von Sinn. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Warum sollte diese Herangehensweise für uns Lehrerinnen und Lehrer so wertvoll sein? In unserem beruflichen Alltag erleben wir uns oft als Problemlöser. Jede Unterrichtsstunde stellt eine neue Herausforderung dar, sei es durch schwierige Themen, Zeitdruck oder die individuellen Bedürfnisse und Schwierigkeiten unserer Schüler. Der Fokus auf Lösungen ist dabei zwar notwendig – er führt jedoch oft dazu, dass wir unsere eigenen Ressourcen und positiven Erlebnisse vernachlässigen. Hier setzt die positive Psychologie an: Sie lehrt uns Techniken, mit denen wir gezielt positive Gefühle, eine optimistische Grundhaltung und emotionale Stabilität aufbauen können.</span></p>
<ol>
<li><b> Selbstfürsorge und das Aufbauen von Resilienz durch positive Routinen</b></li>
</ol>
<p><span style="font-weight: 400;">Selbstfürsorge und Resilienz bilden die Basis für unsere psychische Gesundheit. Die positive Psychologie stellt hierfür Werkzeuge bereit, mit denen wir Schritt für Schritt positive Routinen entwickeln können, die uns langfristig stärken. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Beispiel kannst du kleine, tägliche Übungen integrieren, die deine Aufmerksamkeit gezielt auf positive Momente lenken. Eine einfache Methode ist das Führen eines „Dankbarkeitstagebuchs“. Notiere dir jeden Tag mindestens drei Dinge, für die du dankbar bist – und das können auch ganz kleine Momente sein: ein gutes Gespräch mit einem Kollegen, ein herzliches Lachen deiner Klasse oder ein Moment der Ruhe in der Pause. Diese Übung mag simpel erscheinen, aber sie schult langfristig deinen Fokus auf das Positive und stärkt so dein seelisches Immunsystem.</span></p>
<ol start="2">
<li><b> Achtsamkeit als Grundlage für Stressbewältigung</b></li>
</ol>
<p><span style="font-weight: 400;">Achtsamkeit, eine zentrale Technik der positiven Psychologie, hat sich als sehr hilfreich erwiesen, um den stressigen Lehreralltag besser zu bewältigen. Achtsamkeitsübungen fördern die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu sein und Gedanken sowie Gefühle ohne Urteil wahrzunehmen. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Achtsamkeitspraktiken den Stresspegel senken und die emotionale Belastbarkeit erhöhen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du beispielsweise einen Moment der Anspannung oder Überforderung erlebst – sei es in der Klasse oder beim Korrigieren von Arbeiten –, kannst du eine kurze Achtsamkeitspause einlegen: Schließe für einige Atemzüge die Augen und konzentriere dich nur auf deinen Atem. Lass deine Gedanken einfach fließen, ohne auf sie einzugehen. Verlängere bewusst den Ausatem gegenüber dem Einatem, um deinen Parasympathikus zu aktivieren. Diese kleinen Pausen helfen dabei, nicht in negative Gedankenschleifen zu geraten und Abstand zu gewinnen. Du kannst sie als Anker nutzen. Achtsamkeit ermöglicht es dir so, einen klaren Kopf zu bewahren und die Situation ruhig und konstruktiv anzugehen.</span></p>
<ol start="3">
<li><b> Sinn und Erfüllung im Beruf durch das Konzept „Flow“</b></li>
</ol>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein weiterer wichtiger Ansatz der positiven Psychologie ist das „Flow-Erlebnis“, ein Zustand des vollständigen Eintauchens in eine Tätigkeit, bei dem du alles andere um dich herum vergisst. Wir Lehrkräfte erleben diesen Zustand meines Erachtens nach oft, wenn wir ganz in einem interessanten Thema oder einer lebhaften Diskussion mit der Klasse aufgehen. Flow-Zustände erhöhen nachweislich das Glücksgefühl und tragen dazu bei, dass du dich lebendig und erfüllt fühlst.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Versuche, gezielt Gelegenheiten für Flow-Erlebnisse in deinen Unterricht einzubauen. Plane Einheiten, die dir selbst Freude machen, und bringe Themen ein, die dich persönlich interessieren oder inspirieren. Flow kann uns helfen, den oft stressigen und routinierten Alltag wieder als sinnvoll und erfüllend zu erleben.</span></p>
<ol start="4">
<li><b> Rituale für ein positives Klassenklima</b></li>
</ol>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein positives Klassenklima ist nicht nur für die Schüler förderlich, sondern auch für uns Lehrer. Rituale und Strukturen, die positive Emotionen fördern, können dabei helfen, ein stabiles und harmonisches Lernumfeld zu schaffen. Eine Möglichkeit ist das Einführen von sogenannten „Erfolgsritualen“, wie zum Beispiel einem kurzen Wochenrückblick, bei dem die Schüler ihre größten Erfolge oder schönsten Momente teilen können. Diese kurzen Momente können nach meiner Erfahrung sehr stark dazu beitragen, die Verbundenheit und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch gemeinsames Lachen, etwa durch humorvolle Momente oder kleine Spiele, kann das Klassenklima positiv beeinflussen und Anspannungen lösen. Ein solches Umfeld erleichtert es dir, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht in Kleinigkeiten zu verstricken.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Integration von Techniken der positiven Psychologie in den Schulalltag ist also mehr als nur ein Trend – sie bietet praktische Wege, wie wir uns als Lehrerinnen und Lehrer selbst stärken und zugleich unseren Unterricht bereichern können. Durch regelmäßige Selbstfürsorge, gezielte Förderung positiver Emotionen und die Arbeit an wertschätzenden Beziehungen schaffen wir eine Basis, auf der Gesundheit, Motivation und Freude am Beruf wachsen können.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du beginnst, kleine Schritte in Richtung positiver Psychologie zu gehen, wirst du schnell die Wirkung spüren: Der Alltag fühlt sich leichter an, die Anstrengungen weniger belastend, und du findest neuen Sinn und Motivation in deiner Tätigkeit. Es ist nicht immer einfach, in diesem anspruchsvollen Beruf gesund zu bleiben – aber mit den richtigen Werkzeugen und einer positiven Grundhaltung wird es möglich, in diesem Beruf nicht nur zu überleben, sondern wirklich zu leben und zu genießen.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GANZ DA &#8211; Tipps für mehr Präsenz im Unterricht</title>
		<link>https://balance4teachers.de/berufliche-entwicklung/ganz-da-tipps-fuer-mehr-praesenz-im-unterricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gabi Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2024 09:59:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berufliche Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer sich gelassen und innerlich stark fühlt, kann souveräner vor der Klasse auftreten und wirksam unterrichten. mobile.schule gibt Lehrkräften Tipps für mehr Präsenz. Gastbeitrag Gabi Schmidt &#8211; Magazin mobile.schule „Sie brauchen Präsenz“ – spätestens im Referendariat tauchen solche Sätze auf, wenn es darum geht, wie man als Lehrerin oder Lehrer souverän vor der Klasse steht. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich gelassen und innerlich stark fühlt, kann souveräner vor der Klasse auftreten und wirksam unterrichten. <a href="https://mobileschule.net/" target="_blank" rel="noopener">mobile.schule</a> gibt Lehrkräften Tipps für mehr Präsenz.</p>
<p>Gastbeitrag Gabi Schmidt &#8211; Magazin mobile.schule</p>
<p>„Sie brauchen Präsenz“ – spätestens im Referendariat tauchen solche Sätze auf, wenn es darum geht, wie man als Lehrerin oder Lehrer souverän vor der Klasse steht. Die meisten Menschen verstehen intuitiv, was mit „Präsenz“ gemeint ist: ganz da zu sein, Klarheit und Stärke auszustrahlen. Es gibt Definitionen, die mit Präsenz die Fähigkeit beschreiben, mit allen Sinnen den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen. Andere wiederum bezeichnen mit Präsenz die Ausstrahlung eines Menschen. Eine Lehrkraft in der Schule braucht beides: Gegenwärtigkeit und Ausstrahlung.</p>
<p>Wie präsent wir sind, wird von unseren körperlichen Vorgängen, Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern ebenso beeinflusst wie von unseren Lebenseinstellungen und Urteilen. Unsere Präsenz ist somit ein tiefgreifender Spiegel unserer Persönlichkeit und momentanen Zustands. Ein großer Präsenzräuber bei Lehrkräften ist Stress. Andauernder Stress bewirkt eine hohe innere Anspannung und kann zu einem permanent übererregten Nervensystem führen. Unser Gehirn rutscht dabei in den sogenannten Fight-or-Flight-Modus und gaukelt uns vor, überall würden Gefahren lauern. Wir werden überkritisch, fühlen uns leicht angegriffen und reagieren eher instinktgesteuert als vernünftig. Ein offener Blick und ein besonnenes Abwägen unseres Verhaltens sind dann nicht mehr möglich.</p>
<h2>Mini-Lücken schaffen und sich Gutes tun</h2>
<p>Wer präsent bleiben und wirksam unterrichten möchte, sollte sich deshalb eigenständig um einen guten Umgang mit Stress bemühen und sein Nervensystem regelmäßig herunterfahren, nicht nur am Wochenende oder in den Ferien, sondern immer wieder zwischendurch.</p>
<p>Im durchgetakteten Schulalltag können kleine Dinge einen Unterschied machen: Stressregulation kann damit beginnen, dass sich die Lehrkraft Mini-Lücken im Alltag schafft, in denen sie kurz innehält und sich bewusst entspannt. Mehrere kurze Unterbrechungen über den Tag verteilt, in denen sie zum Beispiel den Körper durchschüttelt oder abklopft, sich vorne über runter hängen lässt, tief durchatmet oder ganz bewusst die eigenen Füße spürt, können einen spannungsregulierenden Effekt haben. Solche Momente lassen sich überall einbauen: Vor der Stunde, während einer Stillarbeit, mit den Lernenden gemeinsam, zwischen zwei Stunden in einem leeren Klassenzimmer, in der Freistunde oder zu Hause als Pause bei Korrekturarbeiten.</p>
<p>Sport, Kino, Chorbesuch, Freunde treffen – im Idealfall sollten man mindestens einen Abend pro Woche und einen Tag am Wochenende arbeitsfrei halten und sich selbst etwas Gutes tun. Denn eine gute Selbstfürsorge ist die Basis für ein entspanntes, präsentes Auftreten.</p>
<h2>Präsenz und Charisma</h2>
<p>Eine besonders einnehmende Ausstrahlung bezeichnet man als Charisma. Charismatische Menschen begeistern andere mit ihren bildhaften Erzählungen, vermitteln Sicherheit und Souveränität und sind gleichzeitig liebenswürdig und aufmerksam. Früher dachte man, Charisma sei nicht erlernbar. Die psychologische Forschung hat dies widerlegt. Laut der Diplom-Psychologin Eva Wlodarek beruht eine charismatische Ausstrahlung auf drei Kernqualitäten: Wärme, Autorität und Interesse. Alle drei werden im Wesentlichen durch unsere innere Haltung hervorgerufen:</p>
<p><strong><em>Wärme</em></strong><br />
Bei warmherzigen Menschen fühlen wir uns geborgen, gesehen und können uns leicht öffnen. In herausfordernden Schulsituationen ist Wärme jedoch nicht leicht beizubehalten. Selbst freundlichen Lehrkräften rutscht mitunter ein ungewollt scharfer Ton raus, den sie im Nachhinein bedauern. Hier hilft ein wohlwollendes Mindset: Wer versteht, dass hinter abweichendem Verhalten von Schüler/-innen oft verletzte Bedürfnisse stehen, kann dieses weniger persönlich nehmen und ruhiger bleiben. Mit diesem Blick können Lehrkräfte Grenzen setzen und gleichzeitig wertschätzend agieren. Nach Untersuchungen wie der Studie von John Hattie sind sie damit besonders wirksam.</p>
<p><em><strong>Autorität</strong><br />
</em>Echte Autorität entwickeln wir nicht durch ein Überlegenheitsgefühl oder durch Machtausübung, sondern durch innere Stärke. Dazu gehört ein gut ausgeprägtes Selbstwertgefühl genauso wie starke Überzeugungen, die man deutlich nach außen vermittelt &#8211; mit einer geerdeten, aufrechten Körperhaltung und einem klaren, offenen Blick. Hier hilft es, sich regelmäßig Fragen zu stellen: Wann war ich bereits stark und wie hat sich das angefühlt? Was kann ich besonders gut? Was sind meine Werte und wofür möchte ich einstehen?</p>
<p><em><strong>Interesse</strong><br />
</em>Für einen lebendigen, motivierenden Unterricht ist die eigene Begeisterungsfähigkeit der Lehrkraft entscheidend. Sie kann sich deshalb fragen: Was interessiert mich an meinem Beruf, meinen Fächern oder am Unterrichten generell? Was ist heute gut gelungen? Was finde ich an jungen Menschen spannend? Was auch immer die Antwort ist – Lehrkräfte sollten das nähren, was sie interessiert und ihnen Freude bereitet – denn das erhöht auch die Motivation und Begeisterung der Lernenden.</p>
<h2>Tipps für mehr Präsenz</h2>
<ul>
<li>Mehrere kurze Entspannungspausen über den Tag verteilt</li>
<li>Regelmäßig innehalten und wahrnehmen, was gerade los ist</li>
<li>Arbeitsfreie Zeit einhalten und sich Gutes tun</li>
<li>Ein wohlwollendes Mindset kultivieren</li>
<li>Sich auf eigene Stärken und Werte besinnen</li>
<li>Geerdete, aufrechte Haltung mit klarem, offenem Blick</li>
<li>Sich daran erinnern, was den Lehrberuf spannend macht</li>
</ul>
<p class="p1">Abbildungen: © VectorMine / Shutterstock.com; Marion Koell</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stressprävention im Unterricht</title>
		<link>https://balance4teachers.de/stress/stresspraevention-im-unterricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[SoulTeachers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2024 10:08:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://balance4teachers.de/?p=942</guid>

					<description><![CDATA[Herausforderndes SchülerInnenverhalten zielführend und gesund managen Der Lehrerberuf fordert nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch ausgeprägte zwischenmenschliche Fähigkeiten. Insbesondere herausforderndes Schülerinnenverhalten kann den Stresspegel erheblich erhöhen und dadurch die Gesundheit von Lehrkräften auf Dauer belasten. Umso wichtiger ist es, in diesem Bereich Strategien zur Stressprävention zu kennen und anzuwenden. In diesem Artikel möchten wir aufzeigen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Herausforderndes SchülerInnenverhalten zielführend und gesund managen</strong></h2>
<p>Der Lehrerberuf fordert nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch ausgeprägte zwischenmenschliche Fähigkeiten. Insbesondere herausforderndes Schülerinnenverhalten kann den Stresspegel erheblich erhöhen und dadurch die Gesundheit von Lehrkräften auf Dauer belasten. Umso wichtiger ist es, in diesem Bereich Strategien zur Stressprävention zu kennen und anzuwenden.</p>
<p>In diesem Artikel möchten wir aufzeigen, wie durch eine respektvolle Beziehungsgestaltung und gesunde Kommunikationsstrategien schwierige Situationen im Klassenzimmer besser zu meistern sind.</p>
<h3><strong>Eine Beziehung auf Augenhöhe schaffen</strong></h3>
<p>Eine Beziehung auf Augenhöhe mit SchülerInnen aufzubauen bedeutet im ersten Schritt, die Meinungen, Bedürfnisse und Gefühle der Kinder und Jugendlichen anzuerkennen und zu respektieren. Dies fällt uns immer dann leicht, wenn es sich um angenehme gute Gefühle handelt. Wenn SchülerInnen das System oder den Stoff oder gar uns als Lehrperson in Frage stellen und uns herausfordern, wird ein Anerkennen und Respektieren ihrer Haltungen und ihres Verhaltens schon schwieriger. Fühlen wir uns doch im Recht, fühlen wir uns doch gestört, fühlen wir uns also dazu genötigt, auf etwas von uns Unerwünschtes zu reagieren.</p>
<p>Eine hilfreiche Strategie kann es sein, in diesen Momenten nicht direkt in die Konfrontation zu gehen, sondern zu versuchen, die eigene Reaktion, die aufsteigenden Gefühle, die das unerwünschte Verhalten auslösen, zu betrachten.</p>
<p>Das ist leichter gesagt als getan, denn natürlich gibt es nicht nur dich als Lehrperson und den/die vermeintlichen “störenden” SchülerIn im Raum, sondern eine ganze Gruppe reagiert auf das unerwünschte Verhalten. Explosive Stimmung und du bleibst ganz bei dir? Das klingt erstmal unrealistisch. Und trotzdem kann dies ein erster hilfreicher Schritt sein, zu hinterfragen, warum und wie ein Verhalten oder eine Äußerung das eigene System reagieren lässt. Damit gibst du dir die Chance, deine eigene Reaktion in Zukunft klarer steuern zu können und weniger im Affekt zu reagieren. Der gute Nebeneffekt: dein Stresspegel bleibt weiter unten, da das Gefühl von Kontrollverlust und Ohnmacht geringer ausfällt.</p>
<p>Ein nächster Schritt wäre sodann, den “guten Grund” hinter dem unerwünschten SchülerInnen Verhalten herauszufinden. Auch dies muss wiederum nicht in einer akuten Situation geschehen. Jedoch bringen die Antworten, warum ein Schüler oder eine Schülerin durch herausforderndes Verhalten auffallen möchte, häufig Ideen zu neuen Wegen und ggf. sogar zu gemeinsamen Lösungsansätzen. Der Versuch, SchülerInnen immer wieder als gleichwürdige Individuen zu betrachten, ist im stressigen, zeitknappen Schulalltag eine der größten Herausforderungen. Diese Anstrengung lohnt sich jedoch, da eben nur durch die Signalisierung unsererseits “Ich interessiere mich für dich! “ ein positives, vertrauensvolles Klassenklima entstehen kann. Dies wiederum ist die Grundlage für eine positive Zusammenarbeit. Verständnis für einen Schüler oder eine Schülerin aufzubringen heißt im Übrigen nicht, das unerwünschte Verhalten gut zu heißen oder zu akzeptieren. Es geht ums reine Verstehen, denn nur so können Probleme angesprochen und gelöst werden.</p>
<p>Zusammenarbeit zu fördern und Partizipation zu ermöglichen, ist ein weiterer Schritt, der herausforderndem SchülerInnenverhalten entgegenwirken kann. Wenn SuS erfahren, dass sie Schule mitgestalten können, ihre Meinung gefragt ist und es Handlungsfelder gibt, in denen sie selbstwirksam und eigenverantwortlich agieren können, fördert dies ein gutes Schulklima. In der Praxis kann das bedeuten, SchülerInnen in möglichst viele Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Ob es um die Sitzordnung geht oder um Regeln, die im Klassenzimmer gelten sollen – die “Manpower” von Schülern und SchülerInnen zu nutzen, birgt ein riesiges Potential, welches im Moment noch zu häufig ungenutzt vor sich hin schlummert. Gegenseitiges Vertrauen ist häufig noch schwierig. Schule mit den SchülerInnen gemeinsam zu gestalten, stärkt jedoch das Wir-Gefühl und viele SuS, die gemeinhin als “schwierig” gelten, können gerade in solchen Situationen ihr Können und Wissen einbringen.</p>
<h3><strong>Empathie und gute Kommunikation: Der Schlüssel zum Erfolg</strong></h3>
<p>Jede Lehrkraft kennt diese Momente, in denen SuS sich in anderen Settings, außerhalb des normalen Unterrichts, auf einmal vollkommen anders verhalten. Diese Momente dürfen genutzt werden, um bestenfalls Situationen zu schaffen, in denen Gespräche möglich sind, um wiederum die Gründe für herausforderndes Verhalten besser zu verstehen. Nicht selten stecken hinter auffälligem Verhalten, Missverständnisse oder auch unklare Erwartungen von Seiten der Lehrkräfte oder ganz allgemein des Systems Schule, die SchülerInnen unsicher werden lassen.</p>
<p>Eine offene und klare Kommunikation ist daher oftmals zielführend. Was erwartest du als Lehrkraft? Was erwartet der Schüler, die Schülerin? Diese Erwartungen deutlich zu formulieren und gleichzeitig zuzuhören, was SchülerInnen zu sagen haben, ist in vielen Fällen erstaunlich aufschlussreich. Aktives Zuhören, also wirklich zuzuhören, das Gehörte zu reflektieren und den SchülerInnen Verständnis zu signalisieren – schafft Vertrauen und Offenheit.</p>
<h3><strong>Konstruktiv mit Konflikten umgehen</strong></h3>
<p>Und trotzdem gehören Konflikte zum Schulalltag dazu. Konfliktfreies Miteinander gab es vielleicht in den Schaustunden im Referendariat. Eine Schule ohne Konflikte und herausfordernden SchülerInnen ist jedoch eine Utopie.  Diese Erkenntnis kann alleine schon so manche Lehrkraft enorm entspannen. Störungen sind normal. Daher ist es so enorm förderlich, ein breit gefächertes Strategienpaket für herausforderndes Verhalten zu besitzen.</p>
<p>Die so genannte “gewaltfreie Kommunikation” kann dabei ein weiteres wertvolles Werkzeug sein. Sie besteht aus vier Schritten: neutral beobachten, die eigenen Gefühle benennen, die eigenen Bedürfnisse erkennen und eine konkrete Bitte formulieren. Diese Methode hilft, Vorwürfe zu vermeiden und stattdessen Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten akzeptabel sind.</p>
<h3><strong>Verantwortung übernehmen und Grenzen setzen</strong></h3>
<p>Nicht unerheblicher ist desweiteren die Erkenntnis, dass zu einem Konflikt immer mindestens zwei Parteien gehören. Du bist damit, häufig ungewollt oder systemisch bedingt, Teil des Konflikts. Die Situation kann damit in vielen Fällen nicht spurlos an dir vorüber gehen, sondern sie “macht etwas mit dir”. Neben den schon angesprochenen Handlungsmöglichkeiten, ist es daher gerade für Konfliktsituationen hilfreich, eigene Bedürfnisse und Grenzen zu kennen. In stressigen Situationen geschieht es leicht, sich selbst zu vernachlässigen, was langfristig zu Erschöpfung und großer Unzufriedenheit führen kann.</p>
<p>Nach einem wirklich stressigen oder konfliktgeladenen Tag, den jede Lehrkraft immer wieder erleben wird, dürfen sich LehrerInnen unbedingt die Erlaubnis zur Erholung geben, egal wie voll der Schreibtisch noch ist. Gesunde Grenzen zu setzen, ist im Lehrerberuf unerlässlich, denn ruhig und besonnen mit den vielfältigen Herausforderungen eines Schultages umzugehen, klappt immer noch am besten.</p>
<p><strong>Praktische Tipps für herausfordernde Situationen: </strong></p>
<ol>
<li><strong>Aktives Zuhören und Verständnis:</strong> Schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, indem ihr euren SchülerInnen aktiv zuhört und ihre Bedürfnisse ernst nehmt. So lassen sich Missverständnisse vermeiden und Konflikte frühzeitig erkennen.</li>
<li><strong>Gemeinsame Ziele und Visionen:</strong> Setzt euch gemeinsam mit euren SchülerInnen kleine und große Ziele für das Schuljahr. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und gibt den SuS eine klare Orientierung.</li>
<li><strong>Eigenverantwortung übernehmen:</strong> Reflektiert regelmäßig euer eigenes Verhalten und eure Reaktionen auf schwierige Situationen. Übernehmt Verantwortung für eure Gefühle und handelt entsprechend.</li>
<li><strong>Grenzen setzen:</strong> Sprecht und diskutiert Grenzen oder Regeln, die gelten sollen gemeinsam mit den SchülerInnen. Grenzen und Regeln werden eher eingehalten, wenn SuS beteiligt sind.</li>
<li><strong>Zeit für sich selbst:</strong> Plant regelmäßige Pausen und Zeit für euch ein. Nutzt diese Zeit zur Erholung und zum Auftanken.</li>
<li><strong>Kollegiale Unterstützung:</strong> Sucht den Austausch mit KollegInnen und nutzt deren Erfahrungen und Ratschläge. Eine starke kollegiale Gemeinschaft kann eine wertvolle Unterstützung sein. Sucht außerdem nach Informationen und Gleichgesinnten außerhalb der eigenen Schule.</li>
</ol>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Der Umgang mit herausforderndem SchülerInnenverhalten ist eine der zentralen Herausforderungen im Lehrerberuf. Eine Beziehung auf Augenhöhe, empathische Kommunikation und ein konstruktiver Umgang mit Konflikten kann den entstehenden Stress reduzieren. Das Wissen und die Anwendung verschiedener Strategien ist hilfreich. Trotzdem bleiben Lehrkräfte eine der “Konfliktparteien”. Das ist und bleibt anstrengend, daher sind Erholung und Pausen gerade nach anstrengenden Schultagen von großer Wichtigkeit, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwei Herzen – Ein Weg: Meine Reise zur beruflichen Erfüllung</title>
		<link>https://balance4teachers.de/berufliche-entwicklung/zwei-herzen-ein-weg-meine-reise-zur-beruflichen-erfuellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Linda Hagebölling]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 08:17:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berufliche Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich eine andere Art des Blogbeitrages schreiben und dir einen Teil meiner Geschichte als Lehrerin erzählen, der in vielen Aspekten den klassischen Weg beschreibt, dann doch an der ein oder anderen Stelle abweicht und dich vielleicht dazu einlädt dir die Frage zu stellen, ob du in deinem Aufgabenfeld in deiner beruflichen Situation momentan [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich eine andere Art des Blogbeitrages schreiben und dir einen Teil meiner Geschichte als Lehrerin erzählen, der in vielen Aspekten den klassischen Weg beschreibt, dann doch an der ein oder anderen Stelle abweicht und <strong>dich vielleicht dazu einlädt dir die Frage zu stellen, ob du in deinem Aufgabenfeld in deiner beruflichen Situation momentan zufrieden bist. </strong></p>
<p>Ich habe ganz klassisch ein erstes und ein zweites Staatsexamen in Baden-Württemberg gemacht. Als ich an meiner ersten Schule nach dem Referendariat dann Beamtin auf Lebenszeit wurde, hatte ich das Gefühl, dass ein großer Teil meines Umfeldes dachte, dass ich „es“ jetzt geschafft habe und mein beruflicher Weg nun prädestiniert sei. Für eine Weile dachte ich das auch, doch war ich zu dem Zeitpunkt schon etwas weiter in meiner dreieinhalbjährigen BDY-Yogalehrerinnenausbildung fortgeschritten und hatte begonnen, mein Leben auf verschiedenen Ebenen und  in unterschiedlichen Bereichen zu hinterfragen und so wurde mir sehr schnell klar, dass es „das“ nun doch noch nicht für immer war.</p>
<p>Mein Weg führte mich neben dem Yoga zum Coaching und dort immer tiefer in verschiedene Bereiche, die sich mit der Frage nach der persönlichen Ausgestaltung des Lebens befassen und die so helfen, sich selber Schritt für Schritt besser kennen zu lernen. Letztlich landete ich bei der Positiven Psychologie und ihrer Kernfrage: <strong>Wie kann ein gutes, glückliches Leben gelingen? </strong>Mit dieser Frage schaffte es diese Disziplin der westlichen Psychologie einen Brückenschlag in die östliche Hemisphäre und ihre Weisheiten aus dem Yoga und dem Ayurveda zu schlagen und so wurden beide Bereiche auf einmal auf wundervolle Art und Weise miteinander verbunden. Aus der Frage: Wie kann ein gutes, glückliches Leben gelingen? erwuchs in einer meiner Meditationen <strong>„Yourcalling – Folge deiner inneren Stimme“</strong> als mein erstes, kleines Unternehmen, in dem ich Yoga, Ayurveda und Coaching zusammenführte und mein Wissen an all diejenigen weiterzugeben begann, die sich die Frage stellten: <strong>Was kann ich tun, um ein glücklicheres und zufriedeneres Leben zu führen? </strong></p>
<p>Das war 2017. Heute schreiben wir das Jahr 2024. In der Zwischenzeit sind so viele Dinge passiert. Ich durfte an der Seite von verschiedenen Lehrer*innen immer tiefer in diese Frage eintauchen und dabei noch ganz viele andere für mich beantworten.</p>
<figure id="attachment_904" aria-describedby="caption-attachment-904" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-904 size-large" src="https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-683x1024.jpeg" alt="" width="683" height="1024" srcset="https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-683x1024.jpeg 683w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-200x300.jpeg 200w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-768x1152.jpeg 768w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-1024x1536.jpeg 1024w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-150x225.jpeg 150w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-300x450.jpeg 300w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-696x1044.jpeg 696w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-1068x1602.jpeg 1068w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min-600x900.jpeg 600w, https://balance4teachers.de/wp-content/uploads/2024/08/Linda-Hageboelling-Henri-Sentosa-min.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-904" class="wp-caption-text">Foto: Henri Sentosa</figcaption></figure>
<p>Nebenbei wurde Yourcalling in verschiedenen Bereichen neben der Schule für mich zu einem erfüllenden Side-Business, das es mir ermöglichte, erste Berührungen mit Fragen wie: <strong>Was und wie kann ich als verbeamtete Lehrerin nebenberuflich arbeiten? Wie funktioniert das mit der Steuer? etc.  </strong>zu haben und diese für mich zu klären.</p>
<p>Früh entstand in mir das Bedürfnis, das Wissen aus dem Yoga und dem Ayurveda im Hinblick auf BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) mit meinen Kolleg*innen zu teilen. Durch Kontakte, die ich auf einer Weiterbildung für an Funktionsstellen interessierte Lehrer*innen am RP Stuttgart machte, fand ich einen Ansprechpartner an der Landesakademie für Lehrerfortbildung in Bad Wildbad, mit dem zusammen ich ein dreitägiges Seminar zur Stressprävention bei Lehrer*innen auf die Beine stellen konnte. Diese Veranstaltungen und die sich darin entwickelnden Gespräche mit Lehrer*innen von vielen anderen Schulen in Baden-Württemberg erweckten in mir den Wunsch, noch mehr mit Kolleg*innen zu arbeiten und <strong>das Feld der Lehrergesundheit im allgemeinen Bewusstsein in den Fokus zu rücken.</strong></p>
<p>Doch dann kam 2020 Corona und die Seminarveranstaltungen wurden abgesagt. Mich selber inspirierte der Lockdown dazu, morgendliche Meditations- und Yogasequenzen für Kolleg*innen anzubieten, um online miteinander in Kontakt zu bleiben und gemeinsam gut, auf den verschiedensten Seinsebenen in Balance  in den Tag zu starten.</p>
<p>Corona brachte mich zudem in Berührung mit RINGANA und über das Partnervertriebssystem und all die Veranstaltungen zur Persönlichkeitsentwicklung, die ich im Laufe meiner ersten zwei Jahre als Partnerin machen durfte, eröffneten sich mir noch einmal neue Perspektiven auf das Feld der beruflichen Entwicklung und Erfüllung, da ich diese Art von Team-Work aus dem Lehrerdasein so bis dahin noch nicht kannte.</p>
<p>Neben all meiner Affinität zu Yoga, Ayurveda, Coaching und Co war für mich nie die Frage, ob ich weiter Lehrerin sein wollte. <strong>In meiner Brust schlagen zwei Herzen, wenn es um berufliche Erfüllung geht. Das eine schlägt für die Frage: Wie gelingt es, ein gutes und glückliches Leben zu leben? Das zweite Herz schlägt für die Frage: Wie gelingt es, unseren Kindern und Jugendlichen den bestmöglichen Weg in die Zukunft zu ermöglichen.</strong></p>
<p>Auf für dieses Herz „musste“ ich sorgen und so war bereits 2014 für mich die Frage nach dem Auslandsschuldienst aufgetaucht, nachdem ich auf der Didacta in Stuttgart die Gelegenheit gehabt hatte, mit inspirierenden Kolleg*innen aus dem Auslandsschuldienst in den Austausch zu kommen. Aus diesem Besuch erwuchs der dauerhafte Kontakt zur GESS (German European School Singapore) und an diese verschlug es mich im Jahre 2021, noch mitten in Corona. Im Gepäck hatte ich neben ein paar wenigen Habseligkeiten aus Deutschland vor allem die Frage, ob und wie es in Singapur gelingt, unseren Kindern und Jugendlichen den bestmöglichen Weg in die Zukunft zu ermöglichen.</p>
<p>Ich blieb zwei Jahre in Singapur und unterrichtete an der GESS. In dieser Zeit war ich in Baden-Württemberg weiter verbeamtet und beurlaubt. Als ich spürte, dass die Zeit für mich im Ausland beendet war, stand die Frage im Raum, wo ich als nächstes Erfahrungen für mein zweites Herz würde sammeln können und es war mir schnell klar, dass ich nicht wieder zurück an meine alte Schule und in das alte Umfeld gehen würde.</p>
<p>Meine Recherche nach alternativen Schulen in Deutschland brachte mich schon vor 2021 auf das Feld der internatlichen Pädagogik. Es gibt viele spannende Internate in Deutschland und ich habe viele Stunden auf den verschiedenen Homepages und Portalen verbracht. Die neue und sehr revolutionär gedachte Pädagogik meines jetzigen Internates, hat letztlich den Ausschlag gegeben und so bewarb ich mich initiativ aus Singapur in den Norden, ließ mich in Baden-Württemberg aus dem Beamtentum entlassen und zog im August 2022 aus Asien zurück nach Deutschland und dort nicht zurück in den Süden sondern an die Schlei.</p>
<p>Neben der Frage, ob wir in der dortigen Dienstwohnung einen Hund halten dürfen – ein Herzenswunsch von mir, der sich inzwischen erfüllt hat – war eine weitere Frage für mich essentiell, als ich in die Verhandlungen um meinen Arbeitsvertrag hier ging. Das war die Frage nach meinen Nebentätigkeiten, denn beides, RINGANA und auch Yourcalling, hatten mich nach Singapur begleitet und hatten sich über diesen Auslandsaufenthalt verändert.</p>
<p>Ich denke, dass es ohne Singapur weder mein Dasein als Lehrerin an einem Internat in Norddeutschland noch meinen Blogbeitrag hier geben würde, denn aus der Ferne und dank Social Media war noch in Asien die Zusammenarbeit mit Barbara Schagerl und der Plan, den ersten deutschsprachigen Onlinekongress zum Thema Lehrergesundheit zu veranstalten, entstanden.</p>
<p><strong>Back to Balance war geboren und im Oktober 2023 ging der erste Kongress mit fast 400 Teilnehmer*innen und über 20 Expert*innen als Speaker*innen über die Bühne. </strong>Was folgte war ein mehrtägiger Auftritt auf der Didacta 2024 in Stuttgart, eine Vergrößerung unseres Kernteams, die Gründung einer GbR zusammen mit Barbara, viele größere und kleinere gemeinsame Projekte sowie die Zusammenarbeit mit 4teachers hier auf dieser Plattform.</p>
<p>Manches Mal werde ich gefragt, wie ich all das schaffe und nebenbei noch Zeit für meinen Mann und den gemeinsamen Hund habe und meine Antwort ist: <strong>ich habe zwei Herzen, zwei Passionen. Beide erfordern Arbeit, zum Teil viel Arbeit, beide geben mir aber in der Tätigkeit auch wiederum unfassbar viel Energie.</strong></p>
<p><strong>Und so frage ich dich am Ende dieses Artikels noch einmal: wie zufrieden bist du momentan mit deiner beruflichen Situation? </strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fit und entspannt im Lehreralltag: Wie Bewegung deine Lehrergesundheit verbessert</title>
		<link>https://balance4teachers.de/bewegung/fit-und-entspannt-im-lehreralltag-wie-bewegung-deine-lehrergesundheit-verbessert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Linda Hagebölling]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2024 15:19:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserem hektischen Beruf als Lehrer*innen sind Stress und hohe Belastung alltäglich. Die Anforderungen des Schulalltags können unser Wohlbefinden stark beeinflussen und unseren Stresspegel nach oben schnellen lassen. Doch wusstest du, dass Bewegung eine der effektivsten Methoden zur Stressbewältigung ist? Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität hilft, Stress abzubauen und auch die allgemeine psychische Gesundheit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserem hektischen Beruf als Lehrer*innen sind Stress und hohe Belastung alltäglich. Die Anforderungen des Schulalltags können unser Wohlbefinden stark beeinflussen und unseren Stresspegel nach oben schnellen lassen. Doch wusstest du, dass Bewegung eine der effektivsten Methoden zur Stressbewältigung ist? Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität hilft, Stress abzubauen und auch die allgemeine psychische Gesundheit verbessert.</p>
<h2>Die Weisheit des Hatha-Yoga</h2>
<p>Ein besonders interessanter Ansatz zur Förderung von Lehrergesundheit durch Bewegung stammt aus der Tradition des Hatha-Yoga. Diese Praxis, die auf das 8. Jahrhundert n. Chr. zurückgeht, basiert auf der Philosophie des Tantra, die besagt, dass alles im Universum Ausdruck von Energie ist. Im Hatha-Yoga wird unser Körper als eine Ansammlung verschiedener Energiehüllen betrachtet, die sich gegenseitig durchdringen und miteinander vernetzt sind. Diese Hüllen reichen von der groben Materie (Organe, Muskeln, Knochen) bis hin zur subtilen Hülle der Glückseligkeit.</p>
<p>Der Körper ist der Ausgangspunkt der Übungspraxis im Hatha-Yoga, da er als „Ort der Wahrheit“ angesehen wird. Das bedeutet, dass unser Körper ein Spiegel unserer gesamten Lebensgeschichte und all unserer inneren Einstellungen und Haltungen ist. Wenn wir lernen, auf die Signale unseres Körpers zu hören, können wir besser erkennen, was uns guttut und was uns schadet.</p>
<h2>Die moderne Praxis des Hatha-Yoga</h2>
<p>Heutzutage hat sich Hatha-Yoga in vielerlei Hinsicht verändert. Während es ursprünglich ein Weg war, sich energetisch, geistig und emotional mit dem Göttlichen zu verbinden, liegt der Fokus heute oft auf der Therapie und Gesundheitsförderung. Die moderne Praxis des Hatha-Yoga ruht auf fünf Säulen:</p>
<ol>
<li><strong>Entschleunigung</strong>: Langsame und bewusste Bewegungen helfen uns, Achtsamkeit zu entwickeln und Stress abzubauen.</li>
<li><strong>Schulung der Achtsamkeit</strong>: Durch achtsame Übungen können wir unsere Körperwahrnehmung und unser Selbstbewusstsein stärken.</li>
<li><strong>Entwicklung der Körperwahrnehmung (Propriozeption)</strong>: Ein besseres Körpergefühl hilft uns, unsere Bewegungen und Haltungen zu verbessern.</li>
<li><strong>Entwicklung eines kohärenten Körpergefühls</strong>: Ein zusammenhängendes Körpergefühl fördert das Gefühl von Wohlbefinden und Balance.</li>
<li><strong>Bewusster Umgang mit dem Atem</strong>: Die Atmung spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation unserer Emotionen und bei der Stressbewältigung.</li>
</ol>
<h2>Bewegung als Stressbewältigung</h2>
<p>Bewegung hat sich also als eine äußerst wirksame Strategie zur Stressbewältigung erwiesen. Durch körperliche Aktivität können wir nicht nur die körperliche Gesundheit fördern, sondern auch das psychische Wohlbefinden stärken. Ein wichtiger Aspekt bei der Bewegung zur Stressbewältigung ist die Regulation von Hormonen. Einer der positiven Effekte körperlicher Aktivität ist die Freisetzung von Endorphinen, oft als &#8220;Glückshormone&#8221; bezeichnet. Endorphine haben eine schmerzlindernde Wirkung und können die Stimmung aufhellen, was dazu beiträgt, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Bewegung hilft zudem, den Spiegel von Stresshormonen wie Cortisol zu senken. Ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel kann negative Auswirkungen auf den Körper haben, daher ist es wichtig, ihn durch regelmäßige körperliche Aktivität zu regulieren. Mehr Endorphine und weniger Cortisol – das ist ein Gewinn auf allen Ebenen, oder?</p>
<h2>Entspannung und Schlaf</h2>
<p>Ein weiterer entscheidender Aspekt von Bewegung als Stressabbau-Methode ist die Entspannung, die sie bietet. Während sportliche Aktivitäten eine willkommene Ablenkung von stressigen Gedanken und Situationen bieten, fördern sie auch die körperliche und geistige Entspannung. Dieser Aspekt kann dazu beitragen, die körperliche Anspannung abzubauen und einen Zustand der Ruhe zu erreichen.</p>
<p>Regelmäßige körperliche Aktivität kann auch dazu beitragen, die Schlafqualität zu erhöhen. Ausreichender und erholsamer Schlaf ist ein Schlüssel zur Stressreduktion und zur Erhaltung einer optimalen körperlichen und geistigen Gesundheit und die Grübel-Spiralen, die uns in stressigen Phasen zum Teil vom Schlafen abhalten, gehören der Vergangenheit an.</p>
<h2>Fazit: Bewegung in den Lehreralltag integrieren</h2>
<p>Um die positiven Effekte der Bewegung für die Lehrergesundheit zu nutzen, ist es wichtig, sie regelmäßig in den Alltag zu integrieren. Das kann in Form von Yoga, Spaziergängen, Joggen oder anderen sportlichen Aktivitäten geschehen. Es geht darum, eine Routine zu finden, die dir Freude macht und dir hilft, Stress abzubauen.</p>
<p>Denke daran, dass der Körper als „Ort der Wahrheit“ dir immer ehrliches Feedback gibt. Höre auf die Signale deines Körpers und finde heraus, welche Form der Bewegung dir guttut und dich in Balance bringt. So kannst du nicht nur deine körperliche Gesundheit verbessern, sondern auch dein psychisches Wohlbefinden stärken und den Herausforderungen des Lehreralltags gelassener entgegentreten.</p>
<p>In diesem Sinne: Bleib in Bewegung und stay balanced,</p>
<p>Deine Linda</p>
<p>Foto: Midjourney</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zuversicht im Schulalltag &#8211; Mutmach-Tipps für Lehrkräfte</title>
		<link>https://balance4teachers.de/selbstfuersorge/zuversicht-im-schulalltag-mutmach-tipps-fuer-lehrkraefte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[SoulTeachers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 10:12:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[In Zeiten von Bildungskrise und Lehrermangel scheint es manchmal so, als gäbe es nur noch schlechte Nachrichten aus dem Bildungssektor. Für Lehrkräfte, die ohnehin schon einem hohen Stressniveau ausgesetzt sind, kann diese Negativspirale der pessimistischen Neuigkeiten, die Gefahr eines Burnouts oder anderer Erkrankungen zusätzlich erhöhen. Auf jeden Fall vermiest es Lehrerinnen und Lehrern die Lust [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Zeiten von Bildungskrise und Lehrermangel scheint es manchmal so, als gäbe es nur noch schlechte Nachrichten aus dem Bildungssektor. Für Lehrkräfte, die ohnehin schon einem hohen Stressniveau ausgesetzt sind, kann diese Negativspirale der pessimistischen Neuigkeiten, die Gefahr eines Burnouts oder anderer Erkrankungen zusätzlich erhöhen. Auf jeden Fall vermiest es Lehrerinnen und Lehrern die Lust auf Schule und die Hoffnung darauf, trotz allem einen guten Job machen zu können. Dies ist ein Problem &#8211; bilden Lehrkräfte doch die Zukunft unseres Landes aus und sollten der jungen Generation eine positive Zukunftsvision vermitteln. Wie sonst sollen Kinder und Jugendliche erfahren, dass es möglich ist, die Zukunft aktiv zu gestalten und die multiplen Krisen unserer Zeit erfolgreich zu meistern? Lehrkräfte können solch eine positive Haltung nur vermitteln, wenn sie selbst zuversichtlich in die Zukunft schauen können.</p>
<p>Welche Wege also gibt es, diesem negativen Trend entgegenzuwirken und trotz aller Schwierigkeiten die Lust auf Bildung, Schule und Zukunft zu erhalten?</p>
<p>Wenn es darum geht, nicht in Negativität und Sorgen zu versinken, sondern den Glauben daran zu stärken, die eigene Situation und Zukunft gestalten und verbessern zu können, spielen <strong>Zuversicht</strong> und <strong>Selbstwirksamkeit</strong> eine zentrale Rolle. In diesem Artikel beleuchten wir die Bedeutung dieser Faktoren und geben praktische Gesundheitstipps für Lehrer:innen.</p>
<h2>Hohe Herausforderungen im Lehrberuf</h2>
<ul>
<li>“An meiner Schule ist alles schlecht.&#8221;</li>
<li>“Ich fühle mich ausgeliefert und kann eh nichts ändern.”.</li>
<li>“Ich habe keinen Handlungsspielraum, sondern bin das Opfer eines nicht mehr funktionierenden Systems.”</li>
</ul>
<p>Sätze wie diese hören wir in unserer Arbeit mit Lehrkräften häufig. Und oft haben die LehrerInnen absolut recht: Die Umstände am Arbeitsplatz Schule sind vielerorts fatal. Lehrkräfte stehen täglich vor zahlreichen und unterschiedlichsten Herausforderungen.</p>
<p>Wie sollen Lehrerinnen und Lehrer in solchen Situationen also zuversichtlich in die eigene Zukunft schauen?</p>
<p>Die gute Nachricht in dieser oft sehr angespannten Lage: Zuversicht und Selbstwirksamkeit sind erlernbare und trainierbare Schlüsselfaktoren. Lehrkräften, die diese “Helfer” in ihr Leben lassen, können in der Regel besser mit Stress umgehen und die eigene Gesundheit effektiver schützen.</p>
<p>Wie ist es also möglich, diese andere Denkweise in das eigene Leben zu integrieren, ohne in eine so genannte toxische Positivität zu verfallen?</p>
<p>In erster Linie braucht es die Bereitschaft zur Reflexion und den Mut, die eigene Situation auf Herz und Nieren zu überprüfen. Um diesen Prozess anzugehen, gibt es mittlerweile zahlreiche Angebote. Beispielsweise in Coachings oder Beratungen wird oft deutlich, dass durchaus Handlungsspielräume vorhanden sind, die die eigene Situation deutlich verbessern können.</p>
<p>Häufig stecken Lehrkräfte allerdings tief in einer Negativspirale fest, so dass die eigenen vorhandenen Möglichkeiten gar nicht mehr gesehen werden können. Dies ist in der derzeitigen Bildungskrise nicht verwunderlich.</p>
<p>Wir glauben aber, dass gerade durch die momentane “multiple Krise”, in der wir leben, die Zeit nie günstiger war, um den eigenen Schulalltag im kleinen eigenen Rahmen und Einflussbereich so zu verändern, dass die eigene Zufriedenheit steigen kann. Lehrkräfte dürfen sich jetzt trauen, ihre Handlungsspielräume zu erkennen und strategisch zu nutzen.</p>
<p>Sobald erste Schritte in diese Richtung gegangen sind, steigt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und damit der Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Lehrkräfte, die selbstwirksam agieren, fühlen sich viel selbstverständlicher in der Lage, Schule stressfreier zu gestalten, herausforderndes Verhalten besser zu bewältigen und SchülerInnen zu motivieren. Durch kleine Veränderungen des Schulalltags kann die innere Überzeugung wachsen, dass ich mein Leben, trotz aller Schwierigkeiten, aktiv gestalten kann. Diese zuversichtliche Haltung trägt wesentlich zur Reduzierung von Stress und zur Verbesserung der Lehrergesundheit bei.</p>
<p>Wie konkret lässt sich Selbstwirksamkeit spüren und erlangen, in einem doch immer noch hierarchisch organisierten System wie dem Bildungswesen?</p>
<p>Unser Tipp: Schließ dich mit Gleichgesinnten zusammen und trete in den Austausch. Diese Art der Vernetzung war nie einfacher als heute und wird von Lehrkräften häufig noch zu wenig genutzt. Schau dich in deinem Kollegium um oder nutze beispielsweise die zahlreichen Angebote, die online eine Vernetzung auf verschedenen Plattformen oder Kursen möglich machen. Durch den Austausch mit anderen Lehrkräften, die ähnliches fühlen und verändern wollen, steigt die Chance enorm, sich tatsächlich und nachhaltig auf den Weg in die eigene berufliche Zufriedenheit zu machen. Zusammen ist der Mut zur Veränderung leichter zu finden und umzusetzen. Wir bekommen immer wieder das Feedback von Lehrkräften, die losgegangen sind: Zuversicht und Optimismus dürfen sich, trotz aller Schwierigkeiten, breit machen und die eigene Zufriedenheit steigt.</p>
<p><strong>Folgende Tipps können erste Schritte in Richtung Zuversicht auf einen guten und gesunden Schulalltag sein:</strong></p>
<ol>
<li>Vertraue dir und deiner Einschätzung, du siehst oft am besten, was deine SuS wirklich brauchen. Trau dich!</li>
<li>Überdenke alte Gewohnheiten an deiner Schule. Nur weil es schon immer so war, heißt dies nicht, dass alle Regeln, Bräuche, Absprachen noch sinnvoll sind. Nur Mut!</li>
<li>Dehne gerne bestehende Regeln, wo es dir sinnvoll erscheint, anstatt unsinnige Pflichten zu erfüllen. Sei reflektiert!</li>
<li>Was kann schon passieren? Überlege dir den Worst Case und bleibe gelassen.</li>
<li>Scheue Konflikte nicht, wenn es dir wirklich wichtig ist. Für einige Dinge lohnt es sich zu kämpfen. Go!</li>
<li>Sei kein unreflektierter People Pleaser, damit kommst du nicht ans Ziel und niemand hat etwas davon. Du kannst es eh nicht jedem Recht machen!</li>
<li>Frage deine SuS was sie von dir brauchen und wie sie sich guten Unterricht vorstellen. Partizipation auf allen Ebenen ist heute gefragter denn je.</li>
<li>Vergiss und verlerne vieles davon, was du an utopischen Unterrichtsbedingungen im Referendariat gelernt hast! Die Realität sieht meist ganz anders aus!</li>
<li>Humor hilft, Dinge nicht zu schwer zu nehmen. Öfter mal laut lachen und fünf grade sein lassen!</li>
<li>Last but not least again: Vernetze dich und lass dich unterstützen! Buche dir Coachings und/oder Beratungen oder tritt passenden Gruppen bei: zusammen ist dieser Weg viel einfacher und macht außerdem mehr Spaß. Mut kann man trainieren!</li>
</ol>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der Grad an Zuversicht, mit der Lehrkräfte in die Zukunft schauen, ist entscheidend für ihre Fähigkeit, ihren Beruf effektiv auszuüben, ein erfülltes und gesundes Leben zu führen und ihren SchülerInnen eine zuversichtliche Haltung weiterzugeben, die Lust auf Zukunft macht. Das Gefühl von Selbstwirksamkeit ist ein weiterer zentraler Faktor, der dazu beiträgt, Stress zu bewältigen und die Gefahr, ernsthaft zu erkranken, reduziert.</p>
<p><strong>Indem Lehrkräfte diese Eigenschaften kultivieren, können sie nicht nur ihre eigene Gesundheit verbessern, sondern auch eine positive Wirkung und Vorbildfunktion auf ihre SchülerInnen und das gesamte Schulumfeld haben. Und das ist es, was wir derzeit besonders brauchen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verfasserinnen:</strong></p>
<p>SoulTeachers: Antje Schierhorn und Claudia Schwegmann</p>
<p><strong>Autorinnen-Profile:</strong></p>
<p>Antje Schierhorn ist Lehrerin in Hamburg. Seit vielen Jahren feilt sie an ihrer Version einer Traumschule mit entspannten Kindern und LehrerInnen. Antje ist familylab Seminarleiterin und inspiriert Lehrkräfte als Beraterin in ihren Kursen oder 1:1 darin, Schule anders zu gestalten.</p>
<p>Claudia Schwegmann ist zertifizierter Life &amp; Leadership Coach und unterstützt LehrerInnen darin, ihren Beruf mit Freude, Leichtigkeit und Stolz auszuführen. Claudia arbeitet außerdem als Trainerin für Entrepreneurship Education mit SchülerInnen in Hamburg und Niedersachsen. Sie organisiert und leitet Workshops zu verschiedenen Themen der Persönlichkeitsentwicklung für Schulleitungen und PädagogInnen.</p>
<p>Die Gründung der SoulTeachers ist die Essenz aus der Zusammenarbeit zwischen den beiden Freundinnen. 2023 ist ihr Coachingbuch für Lehrkräfte “SoulTeacher &#8211; Gelassenheit und Selbstbestimmung für dein Lehrer:innenleben” im Beltz Verlag erschienen.</p>
<p>Mehr zum Thema Lehrergesundheit und Unterstützung für den wichtigsten Job der Welt auf <a href="http://www.soulteachers.net" target="_blank" rel="noopener">www.SoulTeachers.net</a>.</p>
<p>Foto: Midjourney</p>
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		<title>Lehrergesundheit im Fokus: Das Geheimnis eines positiven Schulklimas</title>
		<link>https://balance4teachers.de/schulklima/lehrergesundheit-im-fokus-das-geheimnis-eines-positiven-schulklimas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Linda Hagebölling]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2024 11:35:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulklima]]></category>
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					<description><![CDATA[Sagt dir die Formulierung „Gute gesunde Schule“ etwas? Vermutlich nicht. Mir persönlich hat sie nichts gesagt, bis ich sie das erste Mal von meiner Yogalehrerin und Ausbilderin im Rahmen meiner Yogalehrerausbildung gehört habe. Sie, die eigentlich auf einem ganz anderen Feld arbeitet, wusste um die Bedeutsamkeit der Lebenswelt Schule und hat sich immer viel damit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sagt dir die Formulierung „Gute gesunde Schule“ etwas? Vermutlich nicht.</p>
<p>Mir persönlich hat sie nichts gesagt, bis ich sie das erste Mal von meiner Yogalehrerin und Ausbilderin im Rahmen meiner Yogalehrerausbildung gehört habe. Sie, die eigentlich auf einem ganz anderen Feld arbeitet, wusste um die Bedeutsamkeit der Lebenswelt Schule und hat sich immer viel damit und mit der positiven Ausgestaltung dieser beschäftigt. So lernte ich also in der Yogalehrerausbildung, was eine gute gesunde Schule ist und dass es dazu Initiativen gibt. Eine Information, die ich eigentlich vom Referendariat oder der Arbeit an der Schule erwartet hatte, was mich damals sehr nachdenklich gestimmt und dafür gesorgt hat, dass ich mich außerschulisch stark mit der Frage zu beschäftigen begann: Wie können Schulen zu gesunden Lern- und Lebenswelten werden.</p>
<p>In diesem Blogbeitrag will ich deswegen darüber sprechen, was eine gute gesunde Schule ist, wie ein gutes Schulklima zur Stressbewältigung beitragen kann und was wir alle dazu tun können, diese Atmosphäre für unsere Schule zu erschaffen.</p>
<p><strong>Was ist eine gute gesunde Schule?<br />
</strong>Sucht man eine Definition für diese Bezeichnung, dann findet man Folgendes: &#8220;Eine gute gesunde Schule ist eine Schule, an der die Prinzipien der Gesundheitsförderung verinnerlicht wurden und durchgängig umgesetzt werden. Lehrkräfte als auch Lernende werden durch eine Kompetenzförderung darin bestärkt, lebenslang zu lernen und eine gesunde Lebensweise umzusetzen.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Das klingt erst einmal ganz schön hölzern und deswegen möchte ich das ein wenig aufschlüsseln. Eine gute gesunde Schule zeichnet sich durch mehrere wesentliche Merkmale aus, die das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller Beteiligten fördern. Zu ihnen gehören:</p>
<p><strong>Positives Schulklima und zwischenmenschliche Beziehungen: </strong>Ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander, in dem das Wohl aller Schulmitglieder im Mittelpunkt steht.</p>
<p><strong>Wohlbefinden aller Beteiligten:</strong> Das Wohlbefinden von Schüler*innen, Lehrkräften und allen Schulmitgliedern wird aktiv gefördert und erhalten.</p>
<p><strong>Gesundes Lehren und Lernen:</strong> Die Lernumgebung ist partizipativ, wertschätzend, transparent, unterstützend, gemeinsam, belastungsgerecht, ergonomisch, kohärent, datengestützt, zielorientiert und mitarbeiterorientiert gestaltet.</p>
<p><strong>Gesundheitsthemen im Unterricht:</strong> Es werden Themen wie Selbstwertgefühl, Bewegung, Ernährung, Entspannung, Empowerment, Toleranz, Verantwortung, Teamfähigkeit, Frustrationstoleranz, Anstrengungsbereitschaft und Prävention vermittelt.</p>
<p><strong>Bewusste Gestaltung der Rahmenbedingungen:</strong> Lern- und Arbeitsplätze sowie Bewegungs- und Ruheräume sind ergonomisch und gesundheitsfördernd gestaltet, wobei das Schulklima und die Anerkennungskultur stets berücksichtigt werden.</p>
<h2>Jetzt wissen wir, was eine gute gesunde Schule ist. Aber warum ist das Schulklima eigentlich so wichtig?</h2>
<p>Ein positives Schulklima ist die Basis für ein harmonisches und produktives Arbeitsumfeld. Wenn sich alle – Schüler<em>*innen, Lehrer*</em>innen und das gesamte Schulpersonal – wohlfühlen, wirkt sich das auf die gesamte Schulgemeinschaft aus. Für uns Lehrer*innen bedeutet das konkret: weniger Stress, mehr Freude an der Arbeit und letztlich eine bessere Gesundheit.</p>
<h4>Stressbewältigung durch ein gutes Schulklima</h4>
<p>Ein gutes Schulklima kann also für uns Lehrkräfte maßgeblich dazu beitragen, Stress zu reduzieren. Erreichen können wir das z.B. durch:</p>
<h5>1. Unterstützung durch Kolleg*innen</h5>
<p>Ein starkes Kollegium ist Gold wert. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen und wertschätzen, fühlen wir uns weniger allein mit unseren Herausforderungen. Ein offenes Ohr, ein kurzer Austausch in der Pause oder gemeinsames Lachen können wahre Stresskiller sein. Und an einer Schule, an der man sich von Kolleg*innen unterstützt fühlt, arbeitet man gerne, was sich auf das Arbeitsklima auswirkt.</p>
<h5>2. Wertschätzende Schulleitung</h5>
<p>Eine Schulleitung, die unsere Arbeit anerkennt und uns wertschätzt, kann viel zur Verbesserung unseres Wohlbefindens beitragen. Lob und Anerkennung motivieren und geben uns das Gefühl, dass unsere Arbeit gesehen und geschätzt wird, was ebenfalls zu einer positiven Atmosphäre am Arbeitsplatz beiträgt.</p>
<h5>3. Strukturierte Kommunikation</h5>
<p>Eine offene und klare Kommunikation innerhalb des Kollegiums und der Schulleitung verhindert Missverständnisse und Unklarheiten, die oft zu Stress führen. Regelmäßige Besprechungen, transparente Entscheidungsprozesse und ein offener Austausch tragen zu einem harmonischen Schulklima und heben die Energie bei.</p>
<h5>4. Schüler*innen einbeziehen</h5>
<p>Ein respektvoller Umgang mit den Schüler*<em>innen und deren Einbindung in Entscheidungsprozesse kann das Schulklima positiv beeinflussen. Wenn </em>Schüler*<em>innen </em>sich ernst genommen und wertgeschätzt fühlen, sind sie motivierter und kooperativer, was wiederum unseren Arbeitsalltag erleichtert und eine positive Energie im Umgang mit den Schüler*innen erzeugt, die durch die Tage „fliegen“ lässt.</p>
<h2>Die &#8220;gute Gesunde Schule&#8221;: Mehr als nur ein gutes Gefühl</h2>
<p>Das Konzept der &#8220;gute Gesunden Schule&#8221; geht über das individuelle Wohlbefinden hinaus. Es beschreibt ein System, das auf effiziente Weise den Erziehungs- und Bildungsauftrag erfüllt – ähnlich wie ein gesunder Betrieb, der wirtschaftlich erfolgreich ist. Eine Schule ist dann gesund, wenn sie unter den gegebenen Bedingungen effektiv arbeitet und dabei sowohl die Ergebnisse als auch den Prozess berücksichtigt.</p>
<h2>Die stärkste Ressource: Unsere Schüler*innen</h2>
<p>Interessanterweise zeigt die Forschung zur Lehrergesundheit, dass der Umgang mit Schüler*<em>innen zwar der höchste Belastungsfaktor ist, aber gleichzeitig auch die stärkste Ressource für Lehrkräfte. Die positive Interaktion mit </em>Schüler*<em>innen </em>kann uns Energie geben und uns in unserem Beruf bestärken.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Deswegen ist das Zusammenarbeiten mit den Schüler*innen unsere stärkste Ressource in der Ausgestaltung eines guten Schulklimas.</p>
<h2>Fazit: Ein gutes Schulklima als Schlüssel zu unserer Gesundheit</h2>
<p>Indem wir gemeinsam an einem harmonischen und unterstützenden Arbeitsumfeld arbeiten, können wir nicht nur unseren eigenen Stress reduzieren, sondern auch die gesamte Schulgemeinschaft stärken. Ein Ziel auf das hinzuarbeiten sich lohnt, auch wenn es zahlreiche Entwicklungsaufgaben sind, die zu bewältigen sind, um eine gute gesunde Schule zu verwirklichen.</p>
<p>Es ist essenziell, ein gemeinsames Verständnis von Schule und Lernen zu entwickeln und dies als Kern des Schulprogramms zu verankern. Schulen sollten Räume schaffen, die aktives Lernen, Bewegung, Entspannung und Kommunikation fördern. Eine hohe Achtsamkeit hinsichtlich des Klassen- und Unterrichtsklimas, basierend auf einem „no blame approach“, ist entscheidend. Ebenso wichtig ist es, die Professionalität jeder Lehrperson durch transparente und effektive Lehr- und Lernmethoden zu erhöhen. Das „Sozialkapital“ der Schule, bestehend aus gemeinsamen Überzeugungen, Werten und Regeln sowie der Qualität und dem Umfang der sozialen Beziehungen, sollte gestärkt werden. Schließlich sind Maßnahmen zur Steigerung der Professionalität der Führungspersonen im Sinne eines „pädagogischen Leaderships“ von großer Bedeutung. Durch diese umfassenden Entwicklungsaufgaben kann eine Schule zu einer guten gesunden Schule werden, die das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller Beteiligten nachhaltig fördert.</p>
<p>Lasst uns alle mit gutem Beispiel voran gehen und dafür sorgen, dass unsere eigenen Schulen den Anfang machen. Dann werden viele weitere folgen.</p>
<p>Und bei allem Engagement für ein gutes gesundes Schulklima sollte natürlich eines nicht vergessen werden: Die eigene Tasse dürfen wir immer gut gefüllt halten.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Quelle: Brägger, G. &amp; Posse, N. (2007). <em>Instrumente für die Qualitätsentwicklung und Evaluation in Schulen (IQES).</em> Wie Schulen durch eine integrierte Gesundheits- und Qualitätsförderung besser werden können. Band 1: Schritte zur guten Schule. Bern: h.e.p Verlag.</p>
<p>Deine Linda</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> <a href="https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/lehrergesundheit-baerbel-wesselborg-was-den-lehrerberuf-so-stressig-macht/" target="_blank" rel="noopener">https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/lehrergesundheit-baerbel-wesselborg-was-den-lehrerberuf-so-stressig-macht/</a></p>
<p>Foto: Dall-e</p>
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		<title>Der Back to Balance Onlinekongress geht in die zweite Runde  – Vom 25.-27.10.2024 steht das Thema Lehrergesundheit wieder im Fokus</title>
		<link>https://balance4teachers.de/selbstfuersorge/der-back-to-balance-onlinekongress-geht-in-die-zweite-runde-vom-25-27-10-2024-steht-das-thema-lehrergesundheit-wieder-im-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Linda Hagebölling]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2024 09:04:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, dir den Back to Balance Onlinekongress 2024 ankündigen zu dürfen, der von 25. bis 27. Oktober 2024 stattfindet. Dieser Kongress ist eine einzigartige Gelegenheit für dich als Lehrkraft, deine Gesundheit und dein Wohlbefinden in den Mittelpunkt zu stellen. 21 herausragende Speaker*innen werden in einer Vielzahl von Vorträgen und Workshops ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen. Dich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir freuen uns, dir den <strong>Back to Balance Onlinekongress 2024</strong> ankündigen zu dürfen, der von <strong>25. bis 27. Oktober 2024 </strong>stattfindet. Dieser Kongress ist eine einzigartige Gelegenheit für dich als Lehrkraft, deine Gesundheit und dein Wohlbefinden in den Mittelpunkt zu stellen.</p>
<p><strong>21 herausragende Speaker*innen</strong> werden in einer Vielzahl von Vorträgen und Workshops ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen. Dich erwartet ein breit gefächertes Programm mit u.a. folgenden Themenschwerpunkten:</p>
<ul>
<li><strong>Motivation</strong>: Entdecke neue Wege, deine Motivation im Lehralltag zu stärken.</li>
<li><strong>Pausen</strong>: Lerne effektive Strategien kennen, um Pausen sinnvoll zu gestalten.</li>
<li><strong>Dein WARUM als Lehrkraft</strong>: Finde deinen persönlichen Antrieb.</li>
<li><strong>Mental Load</strong>: Wie umgehen mit dem ständig vollgestopften Kopf?</li>
<li><strong>Stimmtraining</strong>: Erfahre, wie du deine Stimme schonen und stärken kannst.</li>
<li><strong>Yoga</strong>: Entspanne Körper und Geist mit praktischen Yoga-Einheiten.</li>
<li><strong>Achtsamkeit</strong>: Steigere deine Präsenz und Gelassenheit im Unterricht.</li>
<li><strong>Positive Psychologie</strong>: Nutze wissenschaftliche Erkenntnisse, um dein Wohlbefinden zu erhöhen.</li>
</ul>
<p>Jeden Tag findet zudem ein <strong>Live-Event</strong> mit einem der Hosts, René Bock, Josefinde Dienstbier, Barbara Schagerl und Linda Hagebölling, statt, das Raum für Vernetzung, Austausch und die Vermittlung von Inhalten bietet. Diese interaktiven Sessions sind eine wertvolle Gelegenheit, sich mit Kolleg*innen auszutauschen und neue Impulse für den eigenen Alltag mitzunehmen.</p>
<p>Markiere dir die Daten also jetzt schon einmal in deinem Kalender und sei dabei, wenn es heißt: <strong>Back to Balance</strong>. Deine Gesundheit und dein Wohlbefinden sind es wert!</p>
<p>PS: Am 01.08.2024 öffnet die <a href="https://btb-lehrergesundheit.com" target="_blank" rel="noopener">Warteliste</a>. Trag dich doch auf direkt ein, damit du dir nicht nur einen phänomenalen Early Bird-Preis, sondern auch einen ganz wunderbaren Bonus, sichern kannst.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>3&#215;3 Achtsamkeitsübungen für die Grundschule und ihre positive Wirkung auf die Lehrergesundheit</title>
		<link>https://balance4teachers.de/selbstfuersorge/3x3-achtsamkeitsuebungen-fuer-die-grundschule-und-ihre-positive-wirkung-auf-die-lehrergesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Schagerl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 12:18:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://balance4teachers.de/?p=734</guid>

					<description><![CDATA[Was ist Achtsamkeit? Achtsamkeit ist die bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments, ohne ihn zu bewerten. Sie bedeutet, die eigenen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen mit einer freundlichen und offenen Haltung zu beobachten. Achtsamkeit ist nicht nur Modewort, sondern ein tief verwurzelter Wert, der das Leben bereichert. In der heutigen schnelllebigen Welt, in der Stress und Ablenkungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Was ist Achtsamkeit?</h2>
<p>Achtsamkeit ist die <strong>bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments</strong>, ohne ihn zu bewerten. Sie bedeutet, die eigenen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen mit einer freundlichen und offenen Haltung zu beobachten. Achtsamkeit ist nicht nur Modewort, sondern ein tief verwurzelter Wert, der das Leben bereichert. In der heutigen schnelllebigen Welt, in der Stress und Ablenkungen allgegenwärtig sind, gewinnt Achtsamkeit zunehmend an Bedeutung, insbesondere in Bildungseinrichtungen.</p>
<h2>Achtsamkeit in der Grundschule</h2>
<p>Achtsamkeitsübungen können nicht nur das Wohlbefinden der Schüler*innen fördern, sondern auch die <strong>Gesundheit der Lehrkräfte nachhaltig verbessern</strong>. Stress, Überlastung und emotionale Erschöpfung sind häufige Probleme im Lehrerberuf. Durch die regelmäßige Integration von Achtsamkeit in den Schulalltag entstehen <strong>Ruhepausen, in denen die Energietanks wieder aufgefüllt werden können.</strong> So profitieren Lehrkräfte und Schüler*innen gleichermaßen von den positiven Effekten.</p>
<h2>3 Atemübungen für Grundschüler</h2>
<ol>
<li><strong> Die Igelatmung</strong></li>
</ol>
<p><strong>Durchführung:</strong> Setze dich aufrecht hin. Beim Ausatmen mach deinen Rücken rund und roll dich ein wie ein Igel. Beim Einatmen richte dich wieder auf. Wiederhole 3 Mal.</p>
<ol start="2">
<li><strong> Die Schmetterlingsübung</strong></li>
</ol>
<p><strong>Durchführung:</strong> Beim Einatmen breite deine Arme sanft zu beiden Seiten aus. Wie Flügel, die sich öffnen. Beim Ausatmen schließe deine Flügel wieder. Wiederhole 3 Mal.</p>
<ol start="3">
<li><strong> Die Vogelatmung</strong></li>
</ol>
<p><strong>Durchführung:</strong> Spitze für die Vogelatmung deinen Mund zu einem Schnabel. Lass die Luft beim Einatmen durch die kleine Öffnung strömen. Atme anschließend ganz langsam aus. Schaffst du beim Ausatmen sogar ein leises Pfeifgeräusch? Wiederhole 3 Mal.</p>
<h2>3 Achtsamkeitsübungen für Grundschüler</h2>
<ol>
<li><strong> Die leuchtende Körper-Scan-Übung</strong></li>
</ol>
<p><strong>Durchführung:</strong> Schenke deinem gesamten Körper heute einen energievollen Guten-Morgen-Gruß.</p>
<p>Stell dir dafür vor, du bist eine leuchtend goldene Kugel und trägst gute Energie mit dir, wie die Sonne.</p>
<p>Wandere nun von Körperteil zu Körperteil, wünsche ihm einen schönen Guten Morgen und lass ihm eine Portion Licht und Energie da.</p>
<p>Starte mit deinen Zehen &#8211; gehe zu den Unterschenkeln &#8211; zu den Oberschenkeln und zum Po &#8211; zum Bauch &#8211; zu deinem Herz und den anderen Organen &#8211; deiner Wirbelsäule &#8211; deinen Schultern &#8211; deinen Armen &#8211; deinen Händen &#8211; deinem Hals, deinem Kinn, deinen Wangen, deinem Mund, deiner Nase, deinen Augen, deiner Stirn und zum Schluss deiner gesamten Kopfhaut.</p>
<ol start="2">
<li><strong> Die Fingeratmung</strong></li>
</ol>
<p><strong>Durchführung:</strong> Setze dich für die Fingermeditation aufrecht hin und lege die Hände mit den Handflächen nach oben auf deine Oberschenkel ab.</p>
<p>Zähle nun 8 Atemzüge mit, indem du jedesmal mit dem Daumen einen anderen Finger berührst (Zeige-, Mittel-, Ringfinger und kl. Finger) &#8211; zuerst auf der rechten, dann auf der linken Hand.</p>
<p>Sollten andere Gedanken durch deinen Kopf sausen, dann lass sie wie Löwenzahnsamen mit dem Wind mitfliegen.</p>
<ol start="3">
<li><strong> Der Staubsauger</strong></li>
</ol>
<p><strong>Durchführung:</strong> Stell dir vor, dein Atem hat die Kraft, alle deine schlechten Gefühle und Gedanken aufzusaugen.</p>
<p>Atme dazu 5x langsam und tief ein und stelle dir dabei einen Staubsauger vor, der durch deinen gesamten Körper fährt, und alles negative in sich aufsaugt.</p>
<p>Nun will der Staubsauger den ganzen Schmutz auch wieder loswerden. Also konzentriere dich bei den nächsten 5 Atemzügen darauf, fest durch den Mund auszuatmen, sodass all das Negative aus deinem Körper herausströmen kann.</p>
<p>Zum Abschluss schenke dir ein Lächeln</p>
<h2>3 Achtsame Tipps für Lehrkräfte</h2>
<ol>
<li><strong> Achtsamer Morgen</strong></li>
</ol>
<p>Starte deinen Morgen 10 Minuten früher als sonst und gönne dir am Morgen deine erste Me-Time! Eine kurze Sitzmeditation, den Atem fließen lassen, eine Mini-Yogaeinheit, achtsames Frühstücken oder die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen lassen. Egal was es ist, das dich erfüllt &#8211; schenke dir einen achtsamen Morgen.<strong> </strong></p>
<ol start="2">
<li><strong> Durchatmen am stillen Örtchen</strong></li>
</ol>
<p>Es ist als Lehrkraft nicht immer leicht, aber versuche während des Schultages regelmäßig auf die Toilette zu gehen. Und wenn du es dann bis dorthin geschafft haben solltest, schließe deine Augen und atme 5 Mal tief in deinen Bauch ein und aus. Bei jedem Ausatmen lass alles los, was heute bereits anstrengend war. Bevor du den Raum verlässt, schenke deinem Spiegelbild noch dein schönstes Lächeln.</p>
<ol start="3">
<li><strong> Flugmodus</strong></li>
</ol>
<p>Oft verlieren wir wertvolle Zeit mit unserem Smartphone in der Hand. Spielen, Suchen, Scrollen &#8230; All das bringt uns immer mehr weg von uns selbst und kostet uns unnötig viel Kraft und Konzentration. Denn obwohl wir glauben zu entspannen, läuft unser Gehirn dabei auf Hochtouren! Kennst du die Funktion &#8220;Flugmodus&#8221; auf deinem Handy? Schalte dein Handy, wenn du es nicht dringend brauchst, in diesen Modus und GENIESSE die Ruhe um entweder konzentriert zu arbeiten oder dich zu entspannen.<strong> </strong></p>
<p>Achtsamkeit in der Grundschule ist mehr als nur ein Trend – sie ist ein wertvoller Ansatz, um das Wohlbefinden von Schülern und Lehrkräften zu steigern. Durch einfache Atem- und Achtsamkeitsübungen können Kinder lernen, ihre Emotionen zu regulieren und ihre Konzentration zu verbessern. Gleichzeitig profitieren Lehrkräfte von einem gesünderen und ausgeglicheneren Schulalltag. <strong>Achtsamkeit hilft, die Schule zu einem Ort des Lernens und des Wohlbefindens zu machen. Starte noch heute.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Alle Übungen entstammen dem E-Book „Keep calm &amp; teach on“ von Barbara Schagerl </strong></p>
<p><a href="https://elopage.com/s/dieachtsamelehrerin/keep-calm-and-teach-on" target="_blank" rel="noopener"><strong>Keep calm and teach on &#8211; Deine Achtsamkeitsübungen für eine ruhige Schulklasse &#8211; dieachtsamelehrerin | elopage</strong></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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